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Apple und die Schließung von Setapp: Spannungen mit der Europäischen Kommission

Haben Sie sich jemals gefragt, warum ein so mächtiges Unternehmen wie Apple mit einer Institution wie der Europäischen Kommission im Widerspruch stehen würde? Die jüngste Schließung von Setapp, einem Drittanbieter-App-Store, hat einen intensiven Streit ausgelöst. Entdecken Sie die Hintergründe dieser Geschichte, in der sich Technologie und Politik vermischen.

Die 3 wichtigsten Informationen

  • Apple beschuldigt die Europäische Kommission politischer Manipulationen nach der angekündigten Schließung von Setapp.
  • Das kalifornische Unternehmen möchte sein Geschäftsmodell für Apps überarbeiten, aber seine Vorschläge werden von Brüssel blockiert.
  • Die Europäische Kommission wirft Apple vor, seine komplexen Geschäftsbedingungen nicht vereinfacht zu haben.

Hintergrund der Schließung von Setapp

Die Spannungen zwischen Apple und der Europäischen Kommission haben mit der Ankündigung der Schließung von Setapp, einem Drittanbieter-App-Store, einen neuen Höhepunkt erreicht. Der Dienst, entwickelt von MacPaw, wird nächsten Monat seine Aktivitäten einstellen, aufgrund dessen, was er als „noch instabile und zu komplexe Geschäftsbedingungen“ bezeichnet.

Dieses angespannte Klima wird durch die Anwendung des Digital Markets Act (DMA) seit über zwei Jahren verschärft, der Apple dazu verpflichtet, das Bestehen alternativer App-Stores auf seinen Geräten innerhalb der Europäischen Union zu ermöglichen.

Die Anschuldigungen von Apple gegenüber Brüssel

Apple hat seine Frustration über das, was es als „verschleppende politische Taktiken“ der Europäischen Kommission wahrnimmt, zum Ausdruck gebracht. Laut dem Unternehmen behindert Brüssel absichtlich seine neuen Tarifvorschläge. Einer dieser Vorschläge besteht darin, eine Gebühr von 50 Cent pro Installation durch eine Provision von 5 % auf den Umsatz zu ersetzen, eine Lösung, die das Unternehmen als gerechter ansieht.

Apple behauptet, im vergangenen Oktober einen Konformitätsplan eingereicht zu haben, der von der Kommission unbeantwortet blieb. Diese Situation nährt die Spannungen zwischen den beiden Entitäten, während Brüssel Apple bereits mit einer Geldstrafe von 500 Millionen Dollar für die Nichteinhaltung des DMA belegt hat.

Die Position der Europäischen Kommission

Die Europäische Kommission ihrerseits hält fest, dass ihre Gespräche mit Apple fortlaufend sind. Sie strebt eine Lösung an, die vollständig mit dem DMA konform ist. Laut von Bloomberg eingesehenen Dokumenten bereitet die Kommission vor, Apple zu beschuldigen, seine als übermäßig komplex angesehenen Geschäftsbedingungen nicht vereinfacht zu haben.

Trotz dieser Spannungen funktionieren andere alternative Stores weiterhin auf Apple-Geräten in Europa, wie der Epic Games Store und AltStore.

Apple und die Europäische Union: ein langjähriger Konflikt

Die Reibungen zwischen Apple und der Europäischen Union sind nicht neu. Seit der Verabschiedung des Digital Markets Act ist die Beziehung zwischen dem Technologieriesen und den europäischen Regulierungsbehörden oft von Meinungsverschiedenheiten über Kartellfragen und Geschäftspraktiken geprägt. Um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten, setzt die Europäische Kommission strenge Regeln durch, denen Apple nachkommen muss, was oft zu Spannungen führt. Diese letzte Episode mit der Schließung von Setapp ist nur ein weiteres Beispiel in dieser langen Reihe von Konfrontationen.

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