Das Galaxy A54, ausgestattet mit dem Samsung GN5-Sensor, ist darauf ausgelegt, eine vielseitige Fotografie zu einem Mittelklassepreis zu bieten. Während die Qualität bei Tageslicht insgesamt zufriedenstellend ist, bemerken mehrere Benutzer, dass die Nachtaufnahmen ein stärkeres Rauschen aufweisen als erwartet.
Die Größe des Sensors und seine Fähigkeit, bei schwachem Licht Licht einzufangen
Der Samsung GN5 des Galaxy A54 ist ein 1/1,56-Zoll-Sensor, deutlich kleiner als der der High-End-Modelle. Die Größe eines Sensors spielt eine direkte Rolle bei der Fähigkeit, Licht einzufangen: Je kleiner der Sensor, desto weniger Photonen erhält jeder Pixel, was die Empfindlichkeit bei schwachem Licht einschränkt.
Bei Nachtaufnahmen sind die dunklen Bereiche daher weniger beleuchtet, was zu einer Softwareverstärkung führt, um dies auszugleichen, was sichtbares digitales Rauschen erzeugt, insbesondere in Verläufen oder gleichmäßigen Bereichen wie dem Himmel.
Die Blende und das Objektiv spielen eine begrenzte Rolle beim Rauschen
Das Objektiv des Galaxy A54 verfügt über eine Blende von f/1,8, die einen korrekten Lichteinfall ermöglicht, aber nicht ausreicht, um das Rauschen bei sehr schwachem Licht vollständig zu eliminieren. Im Gegensatz zu den größeren Sensoren der Galaxy S- oder Ultra-Serien muss jeder Pixel des GN5 das empfangene Signal verstärken, was das digitale Korn verstärkt.
Selbst bei längerer Belichtungszeit erreicht der Sensor schnell seine Grenzen, und die Softwareverarbeitung kann die Artefakte nicht vollständig verbergen.
Die Softwareverarbeitung versucht, das Rauschen zu korrigieren, kann jedoch Artefakte erzeugen
Samsung wendet eine Softwareverarbeitung an, um dunkle Bereiche zu glätten, die Schärfe zu verbessern und die Details zu verstärken. Auf dem Galaxy A54 ist dieser Prozess notwendig, um die reduzierte Größe des Sensors auszugleichen, hat jedoch seine Grenzen.
Bei Nachtaufnahmen kann der Algorithmus einige Bereiche übermäßig glätten, was einen plastischen Effekt erzeugt oder die verbleibenden Pixel verstärkt, was die Wahrnehmung des Rauschens erhöht. Tests von DxOMark zeigen, dass bei sehr dunklen Szenen die Softwareglättung feine Details um 30 bis 40 % reduziert, zugunsten eines weniger homogenen Rauschens.
Die hohe ISO-Empfindlichkeit verstärkt das digitale Rauschen
Bei Fotos bei schwachem Licht erhöht der Sensor automatisch die ISO-Empfindlichkeit, um mehr Licht einzufangen. Auf dem GN5 führt der Anstieg der ISO zu einer Verstärkung der schwachen Signale, aber auch des elektronischen Rauschens.
Auf dem Galaxy A54 führen ISO-Werte über 1.600 zu einem besonders sichtbaren Korn, insbesondere auf einheitlichen Texturen wie Wänden oder dem Nachthimmel. Diese Verstärkung ist notwendig, um eine korrekte Belichtung zu erzielen, bleibt jedoch eine physikalische Grenze des mittelgroßen Sensors.
Die Aufnahmebedingungen verstärken das Rauschen
Das Rauschen ist ausgeprägter, wenn:
- Die Szene sehr dunkel ist, mit wenigen Lichtquellen.
- Das Motiv weit von den Lichtquellen entfernt ist, was den Sensor zwingt, die Verstärkung zu erhöhen.
- Die Aufnahme aus der Hand erfolgt, was zu kürzeren Belichtungszeiten und damit zu einer stärkeren ISO-Verstärkung führt.
Unter diesen Bedingungen können selbst die leistungsfähigsten Rauschunterdrückungsalgorithmen kein völlig sauberes Bild wiedergeben, was die Rückmeldungen der Benutzer zu den Nachtaufnahmen erklärt.
Der Unterschied zu den High-End-Modellen
Die Galaxy S23 oder Ultra verfügen über größere Sensoren und größere Pixel, was es ermöglicht, mehr Licht einzufangen und das Rauschen zu begrenzen. Darüber hinaus profitiert die Softwareverarbeitung von Referenzsensoren und leistungsstärkeren Prozessoren, die eine bessere Verwaltung des digitalen Rauschens und der Details bei schwachem Licht bieten.
Das Galaxy A54 mit seinem GN5 befindet sich daher in einer mittleren Kategorie: Es bietet ordentliche Leistungen für ein Mittelklasse-Smartphone, aber die Grenzen des Sensors werden nachts deutlich.
Die Bedeutung der Stabilisierung und der Nachtmodi
Das Galaxy A54 integriert die elektronische Stabilisierung und den Nachtmodus, um die Belichtungszeit zu verlängern und das Rauschen zu reduzieren. Diese Modi funktionieren gut bei mäßig dunklen Szenen, haben jedoch ihre Grenzen:
- Längere Belichtungszeiten erfordern eine stabile Unterstützung, um Unschärfen zu vermeiden.
- Die Software-Rauschunterdrückung kann feine Details glätten.
- In sehr dunklen Bereichen kann der Nachtmodus die begrenzte Empfindlichkeit des Sensors nicht vollständig ausgleichen.
Um ein sauberes Bild zu erhalten, wird daher empfohlen, Stabilität und minimales Licht zu kombinieren.
Tipps zur Verbesserung der Nachtaufnahmen
Trotz der Grenzen des Sensors ermöglichen mehrere Techniken bessere Ergebnisse:
- Den Nachtmodus aktivieren, um die Belichtungszeit zu erhöhen und das Rauschen zu reduzieren.
- Den digitalen Zoom begrenzen, der das Rauschen verstärkt.
- In der Nähe einer Lichtquelle fotografieren, was den ISO-Anstieg reduziert.
- Ein Stativ oder eine Halterung verwenden, um den Bedarf an hoher ISO und Bewegungsunschärfe zu reduzieren.
Diese Anpassungen eliminieren das Rauschen nicht vollständig, ermöglichen jedoch schärfere und detailliertere Bilder unter schwierigen Bedingungen.






